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Remeron Medikamenteninformation

 Eigenschaften / Verwendungszweck

Was ist Remeron und wann wird es angewendet?

Remeron gehört in die Medikamentengruppe der Antidepressiva, mit denen sich wiederkehrende Episoden einer depressiven Erkrankung behandeln lassen. Depressionen sind Störungen des emotionalen Empfindens. Während einer Depression finden im Gehirn Veränderungen statt. Im Gehirn kommunizieren Nervenzellen untereinander mit Hilfe von chemischen Substanzen. Während einer Depression ist die normale Versorgung mit diesen Substanzen reduziert. Antidepressiva beheben diese Mangelzustände und stellen die normale Hirnfunktion wieder her. Generell kann es drei Wochen dauern, bis eine Zustandsverbesserung spürbar wird.

Remeron darf nur auf Verschreibung des Arztes eingenommen werden.

Ergänzungen

Was sollte dazu beachtet werden?

Remeron ist ausschliesslich für Ihr gegenwärtiges medizinisches Problem (Depression) verschrieben worden und darf nicht für die Behandlung anderer medizinischer Leiden verwendet werden.

Kontraindikationen

Wann darf Remeron nicht angewendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe von Remeron sollte dieses Präparat nicht verwendet werden.

Vorsichtsmassnahmen

Wann ist bei der Einnahme von Remeron Vorsicht geboten?

In seltenen Fällen tritt unter Remeron ein Mangel an weissen Blutkörperchen auf, was den Körper anfälliger auf Infektionen macht. Bei Fieber, Entzündungen im Hals- oder Mundbereich, ernsten Magen- oder Darmverstimmungen oder anderen Infektionssymptomen sollten Sie Ihren Arzt sofort informieren. Dieser wird Ihr Blut kontrollieren. Diese Symptome treten hauptsächlich 4-6 Wochen nach Behandlungsbeginn auf und normalisieren sich im allgemeinen nach Beendigung der Behandlung wieder.

In bestimmten Situationen kann besondere Vorsicht und ärztliche Überwachung angezeigt sein. Informieren Sie Ihren Arzt, falls Sie an einer der folgenden Krankheiten leiden oder gelitten haben:

  • Epilepsie (Anfälle);
  • Lebererkrankungen wie Gelbsucht;
  • Nierenerkrankungen;
  • Herzerkrankungen;
  • Erniedrigung des Blutdrucks;
  • psychische Erkrankungen wie Schizophrenie und manische Depression (wechselnde Phasen von Hochstimmung/Überaktivität und deprimierter Stimmung);
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit);
  • Glaukom (erhöhter Druck im Augapfel);
  • Probleme beim Wasserlösen infolge vergrösserter Prostata.

Remeron kann die Wirkung von Alkohol verstärken. Verzichten Sie deshalb während der Remeron-Therapie auf alkoholische Getränke.

Remeron kann die Wachsamkeit und Konzentrationsfähigkeit herabsetzen. Tätigkeiten wie Autofahren oder Arbeiten, die eine volle Aufmerksamkeit erfordern, sollten deshalb nur ausgeführt werden, wenn nach Meinung des Arztes gewährleistet ist, dass Sie durch die Behandlung nicht diesbezüglich beeinträchtigt werden.

Remeron ist nicht an Kinder abzugeben.

Die abrupte Beendigung einer Langzeit-Therapie mit Remeron kann Übelkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein verursachen.

Andere Medikamente können die Wirkungen von Remeron beeinflussen und umgekehrt. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte) einnehmen !

Schwangerschaft / Stillzeit

Darf Remeron während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Sollten Sie schwanger sein, fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie Remeron einnehmen können. Während der Behandlung sollte bei gebärfähigen Patientinnen eine wirksame Empfängnisverhütung durchgeführt werden. Falls Sie während der Remeron-Einnahme schwanger werden, fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie mit der Behandlung weiterfahren sollen. Während der Behandlung mit Remeron sollte auf das Stillen verzichtet werden.

Dosierung / Anwendung

Wie verwenden Sie Remeron?

Nehmen Sie Remeron nur gemäss den Angaben Ihres Arztes oder Apothekers ein.
Normalerweise beginnen Sie mit einer tiefen Dosierung (15 mg pro Tag), die dann schrittweise durch Ihren Arzt bis zur optimalen Tagesdosis erhöht werden kann. Die Behandlung kann nur dann erfolgreich sein, wenn Sie die Filmtablette(n) jeden Tag einnehmen.

Halten Sie sich strikt an die verordnete Dosierung und die Anwendungsvorschriften. Setzen Sie Remeron nicht ohne vorherige Konsultation Ihres Arztes ab.

Der Behandlungseffekt sollte 2-4 Wochen nach Therapiebeginn mit Ihrem Arzt besprochen werden. Sollte dieser ungenügend sein, wird Ihnen der Arzt eine höhere Dosis verschreiben.
Die Filmtabletten sollten jeden Tag zur selben Zeit, vorzugsweise als Einmaldosis vor dem Schlafengehen, eingenommen werden. Remeron kann auch auf ärztliche Anordnung in Einzeldosen gleichmässig über den Tag verteilt eingenommen werden (morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen). Schlucken Sie die Filmtablette(n) unzerkaut mit etwas Wasser oder einer anderen Flüssigkeit.

Was tun, wenn eine Dosis vergessen wurde ?
Falls Sie Remeron einmal täglich einnehmen und dies vor dem Schlafengehen vergessen haben, nehmen Sie diese Dosis nicht am nächsten Morgen ein, weil das sonst zu Müdigkeit oder Schläfrigkeit während des Tages führen kann. Fahren Sie einfach am Abend mit der normalen Dosis weiter.

Falls Sie Remeron täglich in zwei Einzeldosen (einmal am Morgen nach dem Frühstück und einmal am Abend zur Schlafenszeit) einnehmen und diese Filmtablette(n) vergessen haben, ist wie folgt vorzugehen:

Haben Sie Ihre Morgendosis vergessen, nehmen Sie diese zusammen mit Ihrer Abenddosis ein.

Haben Sie Ihre Abenddosis vergessen, nehmen Sie diese nicht am nächsten Morgen ein, weil das sonst zu übermässiger Müdigkeit oder Schläfrigkeit während des Tages führen kann. Fahren Sie einfach mit der normalen Morgen- und Abenddosis weiter.

Haben Sie beide Dosen vergessen, lassen Sie beide ganz weg; am folgenden Tag fahren Sie einfach mit Ihrer normalen Morgen- und Abenddosis fort.

Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Was tun, wenn versehentlich zu viele Tabletten eingenommen wurden ?
In diesem Fall ist sofort ein Arzt beizuziehen. Die Person sollte so schnell als möglich erbrechen können. Die wahrscheinlichsten Symptome sind Müdigkeit und Schläfrigkeit.

Unerwünschte Wirkungen

Welche Nebenwirkungen kann Remeron haben?

Neben den unter 'Wann ist bei der Anwendung von Remeron® Vorsicht geboten' genannten unerwünschten Wirkungen können die folgenden Nebenwirkungen auftreten, wie z.B.:


Häufig: Müdigkeit oder Schläfrigkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit, Nervosität, Mundtrockenheit, gesteigerter Appetit und Gewichtszunahme, Verstopfung, Schwächezustand, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen.


Gelegentlich: Ungewöhnliche Gedanken und Träume, Niedergeschlagenheit, Teilnahmslosigkeit, Zittern, Angstgefühle, Übelkeit, Durchfall, Verdauungsstörungen, Blähungen, grippeartige Beschwerden, Wasseransammlungen im Gewebe (Ödem), Rückenschmerzen, Herzklopfen, Muskelschmerzen, Sehstörungen, Hautausschlag.

Sollten diese Erscheinungen in schwerer oder störender Art auftreten oder andauern, so ist der Arzt zu konsultieren. In seltenen Fällen tritt unter Remeron ein Mangel an weissen Blutkörperchen auf, was den Körper anfälliger auf Infektionen macht. Bei Fieber, Entzündungen im Hals- oder Mundbereich oder anderen Infektionssymptomen sollten Sie sofort Ihren Arzt informieren.

Allgemeine Hinweise

Was ist ferner zu beachten?

  • Untersagen Sie anderen Personen die Einnahme Ihres Arzneimittels und nehmen Sie keine Arzneimittel anderer Personen ein.
  • Informieren Sie jeden Arzt, der Sie behandelt, welche Medikamente Sie einnehmen. Tragen Sie stets einen Medikamentenpass mit sich, auf dem die von Ihnen eingenommenen Arzneimittel aufgeführt sind. Das kann bei einem Unfall von grosser Bedeutung sein.
  • Geben Sie angebrauchte oder nicht mehr benötigte Medikamente Ihrer Apotheke zur Entsorgung zurück.
  • Stellen Sie gegebenenfalls sicher, dass andere Personen, die mit Ihnen zusammenleben oder Sie betreuen, diese Informationen gelesen haben.

    Die Filmtabletten sind in der Originalpackung an einem geschützten Ort und ausser Reichweite von Kindern aufzubewahren. Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "Exp." bezeichneten Datum verwendet werden.
    Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker, der über die ausführliche Fachinformation verfügt.

Was ist in Remeron enthalten?

Die ovalen Remeron-Filmtabletten enthalten 30 mg des Wirkstoffes Mirtazapin sowie Hilfsstoffe.
Eine Filmtablettenseite trägt die Bezeichnung "Organon", die andere den Code "TZ/5". Die Filmtabletten weisen eine Bruchlinie auf, womit Sie bei Bedarf leicht in zwei Hälften geteilt werden können.

Wo erhalten Sie Remeron? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliches Rezept.
30 mg: Packung à 10, 30 und 100 Filmtabl.  

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